...ist günstig und der Himmel klar. Das sollten wir nutzen, um so viel Distanz wie möglich zwischen uns und Port Royal zu kriegen – immerhin wollen wir ja nicht geschnappt werden, noch bevor die Reise überhaupt angefangen hat. Also volle Fahrt voraus. Das erweist sich allerdings als gar nicht so einfach, mit nur vier Mann Besatzung. Na ja, eigentlich nur drei.
Jack hat die erste Nacht an Bord gleich dazu genutzt, die Rumvorräte zu inspizieren. Und das ausnehmend gründlich, möchte man sagen. Eigentlich hätte der Rum mindestens bis Tortuga reichen sollen. Eigentlich. Gereicht hat er letztlich nicht mal bis 10 Seemeilen hinter Port Royal. Großartig. Soviel zur Theorie.
Der Grund für den Mangel an Rum und parallel dazu meine akut schlechte Laune liegt justament unschuldig schlummernd an Deck, mit einem seligen Grinsen im Gesicht. Na warte, denke ich mir, ein Eimer hübsches kaltes Wasser wird Dir das Grinsen schon wegspülen.
Und tatsächlich – meine Logik geht auf. Ein leicht hämisches Kichern kann ich mir ja nicht verkneifen angesichts eines sehr nassen und sehr verdatterten Jack Sparrow. Geschieht ihm recht. Er guckt mich in bester Will-Turner-Bambiblick-Manier an. Wußte gar nicht, dass er das kann.
Hast Du nichts zu tun? gehe ich ihn an. Oder warum verschläfst Du hier die Zeit während alle anderen arbeiten?
Der Bambiblick wird noch größer. "Ich – äh, ich bin doch der Captain"
DAS denkst auch nur Du, mein Bester! Wer hat das Schiff gekapert, hm? Ohne mich säßen wir jetzt immer noch in Port Royal fest. Also – mein Schiff, das macht mich zum Captain.
Ich bemerke den leicht entsetzten Blick und entscheide mich, es einfach zu ignorieren.
"Aber – Du hast doch überhaupt keine Ahnung von der Seefahrt!"
Das Sonntagsgrinsen, das ich ihm jetzt zeige, habe ich von ihm gelernt.
Aber ich habe die besseren Ideen – klar soweit?
Ein resignierter Seufzer sagt mir, dass ich wohl gewonnen habe. Fürs Erste.
"Also dann – Kurs Tortuga?"
Aye, Tortuga!
"Was genau wollen wir eigentlich da?"
Rum! antworte ich und werfe ihm einen schrägen Blick zu.
Er grinst. "Rum ist gut! Und Dirnen –"
Ein warnendes Funkeln meinerseits.
"Oh".
Eine Mannschaft wär fürs Erste recht nett. Mit vier Mann kommt man nicht weit. Ich ziehe eine Augenbraue hoch und gucke ihn von oben bis unten an. Oder eher dreieinhalb.
"Is ja gut" nuschelt er und rappelt sich auf.
Na dann – auf Deinen Posten, Mr. Sparrow. Auf nach Tortuga! Und weil ich der Captain bin, und Du nur mein persönlicher Assistent, kann ich mich jetzt auch wieder ins Bett legen und noch'ne Runde schlafen.
Jack sprachlos, das habe ich noch nicht oft erlebt, aber es hat was für sich. Leise vor mich hin kichernd drehe ich mich auf dem Absatz um, marschiere auf meine Captain's Cabin zu und lasse ihn noch ein wenig mit offenem Mund hinter mir her starren.
Kurs Tortuga, und gute Nacht!
by: Ehdi - at: 7. Jun, 20:38 - in:
Ehdi
Ahh… schon viel besser! Ohne Frühstück bin ich einfach nicht zu gebrauchen.
„Weischt du, Schnuffi…“ *mampf* „Wir schollten schleunigscht schum Hafen und ein Schiff finden.“ Wills Augenbraue wandert steil nach oben: „Das könnte schwierig werden… hier gibt’s keinen Hafen.“ *schluck* Häh?? „Wie… keinen Hafen?“ – „Keinen Hafen.“ – „Will… wo in den neun Höllen sind wir?“ – „Orlando, Florida.“ – „Was? Aber was will ich denn hier?“ – „Keine Ahnung… vielleicht gefiel dir der Name?“ – „Hmm… wäre möglich. Jedenfalls müssen wir an die Küste.“
Nach einem ungemütlichen Fußmarsch quer durch die Pampa. (Floridianer! Beanspruchen die Quelle der ewigen Jugend für sich und haben nicht mal nen Binnenhafen, tse!)… ah… endlich! Meer… Strand… und eine Stadt… na ja, was man in diesen Breiten eben darunter versteht: ein kleines Nest aber immerhin mit einer Hafenmole. Wir gehen gleich hin und versuchen ein Schiff aufzutreiben, das uns mitnimmt. Im Augenblick liegt nur ein Spanier vor Anker. Der Kapitän zeigt ein schmieriges Grinsen, das man an seinem Hinterkopf zusammenbinden könnte. „Ahh… Senorita! Welke sssöne Überrassunk! Abärr sselbssteverrständliss könnt Ihr an Borrd komme.“ Will zupft mich am Ärmel und zieht mich beiseite. „Thin… bist du sicher, dass das eine gute Idee ist?“ – „Das ist das einzige Schiff hier, Will.“ – „Vielleicht kommt ja noch eins.“ Der Spanier versucht, sich bei mir unterzuhaken. „Iss verrsprrässse Euss eine angennähmme Rrreisse, Senorita. Irre rreissen ssselpsteverrreständlisse inne Kajüte desse Capitan.“ Will räuspert sich und stellt sich demonstrativ zwischen uns. Würdevoll teilt er dem Kapitän mit. „Danke… wir haben es uns überlegt.“ Ich unterdrücke ein Grinsen.
Wir lassen einen enttäuschten Spanier zurück und quartieren uns über Nacht ein. Am nächsten Morgen liegen tatsächlich neue Schiffe im Hafen. „Thin… was hältst du von dem Holländer da?“ – „Wie… ich soll auf nem Käskahn fahren?“ – „Willst du lieber mit dem da…?“ Will zeigt mit ironischem Grinsen auf einen dicken Ostindienfahrer. „Öööhm… du… lass mal. Erstens wird der wohl kaum Tortuga anlaufen und zweitens ist der gerade dabei, seine Ladung zu löschen. Kapern lohnt sich nicht.“ Will sieht mich entgeistert an. „Kapern??? DAS SCHIFF da??“ – „Naja… ist ja ein bisschen groß und unhandlich… aber du hast doch schon ganz Anderes bewältigt, Mr. Turner.“ Will findet das gerade kein bisschen komisch. Ich glaube, er ist sich immer noch nicht sicher, ob ich das nicht vielleicht doch ernst meine. Ich klopfe ihm liebevoll auf die Schulter. „Keine Angst… leer will ich ihn nicht. Voll wäre was Anderes. Stell dir vor, es wäre chinesische Seide an Bord. Da könntest du einen neuen Pyjama kriegen.“ Wills Seitenblick könnte töten. Ich unterdrücke einen Lachanfall und wir nehmen den Käskahn. Endlich wieder schwankende Planken unter den Füßen und das Ziel Tortuga vor Augen!
by: Thinderyn - at: 6. Jun, 23:26 - in:
Thin & Will
Uaah. Was für eine Nacht. Um zu vermeiden, dass die Kerls mir den ganzen Rum wegsaufen, musste ich fast eine ganze Flasche trinken. So kam ich natürlich erst in der Morgendämmerung in die Koje. Und kaum war ich eingeschlafen, wurde ich von Klopfen an meiner Tür und hilflosem Gestammel wieder geweckt. Die können auch keine drei Meter ohne mich segeln.
Richtung. Welche Richtung...? Äh, ja. Gute Frage. Wo wollten wir hin? Da unten irgendwo. Ich zeige vage nach Süden oder da hin, wo ich es in meiner Schlaf- und sonstigen Trunkenheit und mit halbgeschlossenen Augen vermute, und sage: "Da lang." Dann strecke ich mich rücklings auf den Planken des Quartderdecks in der Sonne aus und entspanne mich. Das Rauschen von Wind und Meer wiegt mich in einen leichten Schlummer.
by: cagypso - at: 6. Jun, 13:46 - in:
Gypsy
…glaube ich… egal… wenn ich aufwache, ist Morgen… und irgendwo ist in diesem Moment auch Morgen… egal.
Ich öffne vorsichtig ein Auge und wie eine heiße Stricknadel bohrt sich ein Sonnenstrahl in meine Netzhaut. „Verflucht, Will!! Warum sind denn die Fensterläden nicht zu??“ – „Könnte daran liegen, dass du hier mitten auf der Straße bist.“, kommt der trockene Kommentar von irgendwo neben mir. Straße?! Ja, klar… netter Versuch! „Red keinen Unsinn, mach die Läden zu und komm wieder ins Bett.“ Brummelnd drehe ich mich wieder um. Ich hasse schlaue Sprüche vor dem Aufstehen… und warum habe ich plötzlich Schotter im Bett?? Ich riskiere erneut, ein Auge zu öffnen. Tatsächlich… Schotter. Sehr merkwürdig. Und ein Fuß in einem verrutschten grauen Kniestrumpf und einem ausgelatschten Schuh. Nein… zwei Füße!
„Will… seit wann trägst du Schuhe im Bett??“ Ein leicht genervter Seufzer: „Das ist nicht das Bett… das ist die Straße! Und wir sollten hier verschwinden, bevor die Wache kommt.“ Wache? Wache! Ich bin wach! Ich ziehe mich an Wills Bein in eine halbwegs sitzende Position hoch und seinen Strumpf runter. „Tschuldige, Süßer.“ Noch ein Seufzer. Ich sehe mich vorsichtig um. Tatsächlich eine Straße! „Will… wir sitzen auf der Straße!“ Ein ironischer Seitenblick, während er seinen Strumpf wieder in Ordnung bringt. „Oh… wirklich? Das sag ich doch die ganze Zeit.“ – „Halt mich jetzt nicht mit Detailfragen auf, Schnuffi. Wir sollten sehen, dass wir Land gewinnen, bevor die Wache kommt.“ – „Auch das hab ich gerade gesagt.“ – „Klugscheißer… nicht vor dem Frühstück!“
Frühstück! Gutes Stichwort! „Hast du ne Ahnung, wo wir hier was zu Essen und ne Tasse Tee finden, Mr. Turner?“
by: Thinderyn - at: 5. Jun, 22:01 - in:
Thin & Will
Singapur. Heimat malaiischer Fischer, Tummelplatz für Piraten und das Sodom und Gomorrha der Küstenorte der Welt.
Es stinkt nach Fisch, und irgendwie ist es hier immer dunkel. Huren säumen die Straßen, leichter bekleidet als ich in einer Sommernacht im Bett. Wird Zeit, dass ich hier weg komme.
Im Hafen liegt die Gypsy of the Seas, meine heißgeliebte Galeone. War auch schwer genug, sie zu kriegen. Mein Vorteil war, dass Herr Eine-Frau-kann-kein-Captain-sein nicht damit gerechnet hat, dass eine es ihm einmal von hinten besorgen könnte. Mit einem Cutlass.
Wie auch immer. Meiner Crew in den Hintern getreten, die Segel gesetzt und weg aus diesem Loch. Richtung.... Süden. Könnte man sagen.
by: cagypso - at: 5. Jun, 21:50 - in:
Gypsy
Ahoi mates!

Der Kurs steht fest!
Die Reise startet in Port Royal, wo zuerst einmal ein Schiff gekapert wurde. Mit vier Mann Besatzung (der Capt'n, die Twins und Jack als persönlicher...Assistent des Captains
) geht es jetzt nach Tortuga, eine Reise von 3 Tagen, wo wir die Mannschaft aufstocken und noch auf ein Crewmitglied warten werden, welches derzeit noch immer in Orlando steckt (und sich so schnell auch nicht davon trennen zu können scheint *g*).
Tortuga ist auf dieser Karte das kleine Inselchen über Haiti...nur damit alle das finden 
Von Tortuga wird es weitergehen nach Anguilla, dort nehmen wir Proviant auf (schon mal jemand den Rum von dort gekostet?
). Um Dominica machen wir einen weiten Bogen (Pelegostos!!) bevor wir nach Barbados segeln und nochmal alle Kräfte sammeln. Dann geht es quer durch den Südatlantik, über St.Helena, dann kreuzen wir vor der afrikanischen Küste und umsegeln das Kap...
Nach dem Kap ist da dann so eine schöne Stadt namens "Umtata" in Südafrika auf unserem Weg
Dort gehen wir dann von Bord und besorgen uns Dirnen und Rum 
Jedenfalls, nachdem wir uns dann im Umtata ein paar Tage die Beine vertreten und Proviant aufgestockt haben, lassen wir Mauritius und Réunion links liegen und halten Kurs auf die Cocos Islands und Singapur, wo wir dann irgendwann auf die Gypsy treffen werden....
...
..wie es dann weitergeht....Überrraschung! 
by: cagypso - at: 5. Jun, 21:47 - in:
Ehdi
Wellen prallen mit einem klatschenden Geräusch an den Bug. Eine schwarze Flagge flattert im Wind, der die Segel bläht. In dieser Umgebung, der brennenden Sonne, dem Regen und Wind ausgesetzt, sind wir unterwegs. Bisher zwei Schiffe, jedes in eigener Mission. Das Ziel? Man wird sehen. Die Zwischenstationen? Rum, viel Rum.
Ahoi, Mateys! Machen wir uns auf die Reise! Auf
dieser Karte können wir die Wege unserer Mitspieler verfolgen.
Viel Rum und die Segel im Wind!
Gypsy
by: cagypso - at: 5. Jun, 03:52 - in: